Was sind die Lieblingstiere von Professor Heinz Oberhummer?

Richtig: Lamas und bestimmte Bakterienarten.

Zu seinen Lieblingsbakterien zählt Deinococcus radiodurans, das in Umgebungen mit extrem hoher Strahlenbelastung existieren kann und dank der Reparatureigenschaften seiner Zellen dem zerstörerischen Einfluss der radioaktiven Strahlung widerstehen kann.

Die Lamas hängen mit diesem Bakterium zusammen, denn ihr Kot ist eine Umwelt, in der man dieses Bakterium findet.

Was aber veranlasst diese Bakterien auch zum Beispiel Reaktorbehälter zu besiedeln? Ist es für sie „angenehm“ eine Strahlenbad zu nehmen? Oder ist eine solche Umgebung zur Erhaltung der Art vielleicht sogar erforderlich?

Wann hat Deinococcus radiodurans seine Eigenschaften „erlernt“? Sicher in Zeiten hoher Strahlenbelastung, wahrscheinlich noch bevor es auf der Erde eine schützende Atmosphäre gab. Es wäre ja auch denkbar, dass diese Art gar nicht hier einstanden ist sondern in einem Meteoriten zu uns gelangt ist.

Was geschieht danach mit diesen Eigenschaften? Bleiben sie auf dieses Bakterium beschränkt oder entwickeln sich aus dieser Art unter dem Einfluss der geringer werdenden Strahlenbelastung andere Varianten, die dann diese Strahlenresistenz nach und nach „vergessen“ weil sie weniger wichtig werden.

Kann es sein, dass auch im Genom mancher Menschen eine gewisse „Erinnerung“ an diese Eigenschaften besteht (zum Beispiel Reparaturfähigkeit) die manche Menschen weniger anfällig gegen den Einfluss radioaktiver Strahlung machen, wir aber nur noch nicht wissen, warum das so ist? Für uns ist es derzeit eine Krebserkrankung noch ein sehr zufälliges Phänomen, weil wir die Einflussgrößen nur vage kennen.