EIN Spitzerl, a Schwipserl, a Räuscherl, a Schwamm,
ist unser tägliches Arbeitsprogramm.

Kurz nachm Krieg da war das Lebn so mies,
da hab i g’soffen, damit i vergiß.
Jetzt gehts uns gut, schon seit längerer Zeit
da macht des Saufen erst richtig a Freud.

Es is scho längst da Rekord übertroffen bei uns,
fünf Milliarden werden jährlich versoffen bei uns;
Aber wir schaun uns dann unsre Regierung an,
die geht mit Beispiel voran.

Wolltens net selbst so viele G’soffene ham,
gäbe es fürs Saufen net so vü Reklam.
Drum hör i niemals auf, geht a mei Leber drauf
krieg i a Krankengeld, dass i ’s versauf‘.

EIN Krügerl, a Glaserl, a Stamperl, a Trankerl
und dann fahr ma Automobil.
Dann scheib i wen nieder und der macht a Bankerl,
passieren kann uns eh net sehr vü.

Weil wenn ma uns kurz in den Häfn schickt,
a wenn scho, es is a Kavaliersdelikt.

EIN Spitzerl, a Schwipserl, a Räuscherl, a Schwü,
man braucht zur Seeligkeit zwa, drei Promille.

DA Mensch braucht a Krügerl, a Glaserl, a Stamperl,
a Schluckerl …wann i dann mei Oide verblech,
dann freun se de Leit und sagn „Das is ein Schnuckerl“
weil b’soffn sei is jo so fesch.

Und kriag i a Kind und des wird a Crétin,
vü bleda als wir kann der a nimma sein.

[ Da echte Wiener geht net unter! ]

EIN Spitzerl, a Schwipserl, a Räuscherl, a Schweigal,
sonst fühl‘ ma uns nimmer mehr wohl.
WEIL hab i erst des nötige Quantum do drin
dann merk i net was für a Trottl i bin;
drum brauch ma den Alkohol.