Forscher sagen uns, dass mit 90 oder 100 Jahren noch lange nicht Schluss sein muss. Wenn sich die Medizin weiterentwickelt und jeder von uns auf größere Mengen von Zigaretten, Bier, Süßigkeiten und Schweinebraten verzichtet, dann steht angeblich einem menschlichen Lebensalter von bis zu 150 Jahren nichts im Wege.

Was heißt das? Natürlich können wir dann nicht so weitermachen wie bisher. Würde künftig jemand mit 67 in Rente geschickt, dann wäre er ja 83 Jahre im Ruhestand. Selbst für extrem freizeitbewusste Menschen dürfte das eine Horrorvorstellung sein. Man kann schließlich nicht den ganzen Tag mit seinen 96-jährigen Enkelkindern spielen und auch nicht vier Dekaden lang ununterbrochen Seniorentanzkurse an der Volkshochschule besuchen.

Nein, es muss sich in Zukunft alles ein wenig nach hinten verschieben. Die Grundschule endet etwa im 20. Lebensjahr. Die Firmung kann gut und gerne mit 40 stattfinden, wenn der Jugendliche etwas einsichtiger geworden ist. Wer mit 60 seinen Platz im Berufleben noch nicht gefunden hat, um den machen sich die Eltern langsam Sorgen. Manche Unart eines Jupi Heesters (107) wird man im Nachhinein als Zeichen einer verspäteten Pubertät bewerten und großzügig verzeihen.

Als Haustiere empfehlen sich künftig ausschließlich Schildkröten (Lebenserwartung über 100 Jahre) oder Wale (bis zu 90 Jahren). Man will sich ja auch ein wenig an die Tierchen gewöhnen. Wenig Spaß dürfte es hingegen machen, alle zehn Jahre seine Katze oder seinen Hund auszutauschen.

Vielleicht sollten wir auch wieder mehr in der Bibel lesen, insbesondere im Alten Testament. Dort hat man über die Jungspunde mit 150 oder 200 gelacht. Ein Herr Mahalaleel wurde immerhin 895, ein gewisser Enos sogar 905. Keine Ahnung, wann die damals ihre Matura gemacht oder den Seniorenpass der Bahn erhalten haben.

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