Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus

Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen:

 

  • Intelligenz,
  • Anständigkeit und
  • Nationalsozialismus.


Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig. 

Man kann anständig und Nazi sein. Dann ist man nicht intelligent. 

Und man kann anständig und intelligent sein. Dann ist man kein Nazi.

Gerhard Bronner, 23.10.1922 – 19.01.2007, Österreichischer Komponist, Musiker und Kabarettist

PS: H.C. ist kein Nazi aber gesinnungsmäßig vertritt er rechtsextremes, nationalsozialistisches Gedankengut. Zitat Wikipedia: „Straches Klage gegen das Nachrichtenmagazin Profil, das ihn in die gesinnungsmäßige Nähe zu rechtsextremistisch/nationalsozialistischen Kreisen gestellt hatte, wurde abgewiesen: Diese Einschätzung sei zulässig, da die Zeitschrift ihm bloß „Nähe“ zu nationalsozialistischem Gedankengut zugeschrieben habe.“

Türken in Wien

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„Was bringt es, das Einwandern?“

  • Städte entstehen und wachsen nur durch Zuwanderung (das war schon immer so; eine Stadt ohne Zuwanderung schrumpft. Bestes Beispiel Wien: 1900/2.4Mio, 1950/1.5Mio, 2010/1.8Mio. Auffallen tun nur die, die ein bisschen anders ausschauen oder sprechen aber im Grunde sind alle Zuagraste, manchen sieht man es an. Städte entstehen und wachsen daher ausschließlich durch Zuwanderung und nicht etwa durch eine hohe Fruchtbarkeit. Die gibt es nur in ärmeren, ländlichen Gegenden.
  • Ein Einwanderer lebt in den meisten Fällen von einem geringen Gehalt, was bedeutet, dass alles Geld, das er bekommt, wieder in den Wirtschaftskreislauf einfließt. 100 Euro, die man in ihn investiert, investiert man in die heimische Wirtschaft. (Wenn ich 100 Euro mehr bekäme, fahre ich dafür mit Rapid ins Ausland und nur ein kleiner Teil bleibt hier, ganz abgesehen von denen, die das Geld sparen.)
  • Wir sind satt, Einwanderer sind hungrig. Hungrig nach Anerkennung, nach einem adäquaten Einkommen und nach vielem anderen. Und diesen Hunger nach Aufstieg braucht eine Wirtschaft dringend. Schau mich an: ich habe ein Wohnung, in einem Möbelhaus oder Elektrogeschäft war ich zuletzt vor 10 Jahren. Ich bin ein „Wirtschaftsschädling“. Ein Türke ist ein willkommener Kunde; er kauft oft Dinge, die wir gar nicht mehr anschauen, weil er sie noch nicht hat.
  • Wenn man einen Arzt fragt, ob man jemanden aus derselben Gegend heiraten soll oder jemanden aus dem Ausland, dann wir der Arzt sagen: um die  Abwehr des Kindes zu verbessern ist das Zweitere besser, weil das Kind aus dem Vorrat verschiedener Abwehrszenarien profitiert; es wird gesünder sein. Ich will damit nicht interkulturelle Heirat favorisieren aber das ist einfach ein Fakt. Darüber hinaus haben diese Kinder die Chance zwei Muttersprachen zu sprechen.
  • Menschen, die mehrere Sprachen sprechen, haben bessere Chancen (die Türken haben das Pech, dass sie keine der Sprachen gut beherrschen, das ist aber eine Folge der österreichischen Bildungspolitik). Aber einer dieser Türken, der eine halbwegs ordentliche Ausbildung hat, ist für die österreichische Wirtschaft sehr wichtig.

Wir können uns als Großstadt nicht wünschen, keine  Einwanderer zu haben. Aber wir können steuern, woher diese Einwanderer kommen. Wir hatten beim Einzug in die EU die Chance, erfolgshungrige Menschen aus den umliegenden (Polen, Tschechien, Ungarn) zu motivieren zuzuziehen. Aus Angst (vor was weiß ich) haben unsere Politiker diesen Zuzug verhindert – und die Türken dafür bekommen. Ein guter Tausch? Ich weiß nicht. Ich hätte das anders gelöst. Aber jetzt sind sie da und wir müssen das beste draus machen – Utilitarismus (gefällt mir nicht als Lebenshaltung aber manchmal ist es gut, die Dinge einfach nur witschaftlich zu betrachten) – alles andere ist wirtschaftliches Harakiri.

Sankt Rache

Bei der Sendung „Willkommen Österreich“ wird  oft scharf formuliert – für viele vielleicht zu scharf und daher eben Donnerstag Nacht.


Gestern, 28.1. war es ein Bonmot, das aufgefallen ist: „Sankt Rache“.

„Sankt Rache“ klingt etwa wie „Heiliger Luzifer“ irgendwie paradox;

aber „Angst“ als Name ist auch ein schlechtes Programm, denn „Strache“ heißt so – auf Tschechisch.

Mareks Sperren in der U-Bahn

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Vorwahlzeit ist und Frau Marek sucht dringend Ideen. Sie fand eine solche bei den Technikern, die Durchgangssperren für U-Bahn-Anlagen herstellen und schlägt vor, solche Sperren im Wiener U-Bahn-Netz einzusetzen.


Nach einem Besuch der Pariser Metro oder der Londoner Underground kann ich von solchen (teuren) Ideen nur dringend abraten. In den Pariser Metro-Stationen sind die Sperren eine solche für Touristen und „brave“ Bürger; für jene, die sie umgehen wollen, sind sie aber kein Hindernis. Die Londoner Anlagen sind geschlossener aber sehr personalintensiv. Eine Londoner U-Bahnstation erfordert „gefühlt“ einen 5mal so hohen Personalstand wie in Wien und prüft praktisch jeden Fahrgast (aber auch nicht an allen Linien). Der Wunsch nach einer 100%igen Überprüfung dient mehr den Politikern, die sie vorschlagen als dem Verkehrsbetrieb oder dem Fahrgast. Eine Sperre signalisiert eines: Misstrauen.

Ich fühle mich in Wien sicher, in Paris oder London dagegen nicht, weil mir über die Sperren auf Schritt und Tritt signalisiert wird: „hier gibt es finstre Gesellen, die uns betrügen“.

Bewahren wir uns eine Welt, die sich in positiven Details von abschreckenden Vorbildern unterscheidet. Net no mehr Anglikanismus und net so vü Verfolgungswahn; ein Strache („Angst“ tschechisch nomen est omen) ist genug.