Rechtschreibregeln

Wir müssen einfach sicherer im Umgang mit Fremdwörtern werden. Deshalb hier die neue Rechtschreibung:

Ahallabadohnedach – Freibad (arab.)
Machamalahalabad – (Schwimmbad-Konstrukteur)
Arabella – Schöner Papagei
Bagdad – Befehl eines Bäckers an den Lehrling (arab.)
Ballerina – Revolverbraut
Belgrad – Lärmskala für Hunde
Bhagwan – Arbeitswut eines Konditors
Bibel – Nagetier (chines.)
Bravda – Gehorsamsbefehl an Hunde (russ.)
Budapest – Ungelüftete Stube
Espresso – Arbeitsbereich der Mafia (ital.)
Fidel Castro – Geigenkasten (kubanisch)
Garibaldi – Schnellkochtopf (ital.)
Gebet – Aufforderung zum Schlafengehen
Mannwadamahaada – „Glatze“ (arab.)
Helsinki – Die Sonne ist weg!!! (fin.)
Istanbul – Steht da ein Polizist (turk.)
Kanada – Niemand zu Hause (bayrisch)
Knochenmark – Währung für Hundesteuer (BRD)
Leberknödel – Krankhaftes Organ
Literatur – Bierabfüllmaschine
Machmahall – Tontechniker (arab.)
Machmalalla – Disk Jockey
Moskau – Ökokaugummi
Mubarak – Kuhstall (arab.)
Nottingham – Kein Schinken mehr vorhanden (engl.)
Patronat – Munitionsmagazin
Pomade – Darmschmarotzer
Pullman – Polizist (engl.)
Rotterdam – Verdammter Linker (holland)
Scharlach – Bitte des Komikers an Publikum
Schnitzel – Holzarbeiter (japan)
Spektakel – Dicker Hund
Taktik – Defekter Wecker
Tangente – Veralgter Wasservogel
Transistor – Langsame Nonne (engl.)
Vollzugsanstalt – Heim mit undichten Fenstern
Washington – Musizieren bei Körperpflege

Behmische Weihnachtsgéschicht

,

Ich fircht‘, man kennt mich nur sehr wenig:
ich bin der vierte Heilige-Drei-Kenig,
geboren – no das heert man eh –
im scheenen Hradec Kralové,
mit Namen Jirí Príhoda,
in der Bibel steh‘ ich nie wo da –
das ist a traurige Geschichte
die welche heit‘ ich eich berichte.
Es hat der Stern von Bethlehemen
gemacht an Umweg iber Behmen
und darauf hab‘ ich gleich gewisst:
geboren ist Herr Jeschusch Christ!
Nu – weil mir Behm‘ Benehmen haben
besurgte ich gleich scheene Gab‘n,
nadierlich nicht kein Gschisti-Gschastel,
nein – Olmitzer Quargel in hulzerne Kastel!
Meine Kollegen, die andern drei Kenig,
warn ungeduldig schon a wenig,
in Damaschkusch sie mussten worten
bis ich gekummen bin von Norden
und Schimpfer mecht‘ ich duften kriegen,
„No“, sag‘ ich, „kann ich vielleicht fliegen?“
Dann sind mir scharf rechts abgebogen
und nach Jeruschalem gezogen.

Das Wetter durt war wunderscheen,
man hat die Sonnen nur geseh’n,
no, prosim pane, was sag‘ ich ihnen,
mein Quargel fangt sich an zum rinnen!
Der Balthasar hat gleich geschniftelt,
was in der Wiste da so diftelt,
doch ich hab‘ zu ihm g’sagt: „Du weißt nix,
ein Quargel, was nicht diftelt, heißt nix!“
Der Stern, der vor uns hergezogen,
ist pletzlich nicht mehr weiterg’flogen,
hat g’macht an Bremser iber an Stadel –
drin war ein Bursch‘ mit seinem Madel
und in an Bramburi-Kistel mit Stroh und Windel
da ist sich gelegen das himmlische Kindel.
Der Kaschpar, Melchior, Balthasar,
bringen Gold, Weihrauch und Mirrhe dar
und ich bring‘ Kistel hulzernes
mit Olmitzer Quargel – geschmulzernes.
Drauf sagt der Josef: „Maria, ich mecht wissen –
hat sich der Bub schon wieder angesch…?“
Der Evangelist Máttheus hat gestrichen drum
mich aus dem Weihnachtsevangelium.
Man kennt mich darum nur sehr wenig:
ich bin der vierte Heilige-Drei-Kenig!

Michael Haas – 1999
Favoritner Mundartdichter

Integration auf Jugoslawisch

,

Der Mirko is a Volksschulbua,
is aufmerksam, hört recht guat zua,
und is a sunst recht nett und brav,
nur is er halt – a Jugoslav.

Sei Lehrer is wia Lehrer san,
a recht a toleranter Mann.
Drum sagt er eines Tags: „Huach zua,
du bist a braver, gscheiter Bua,
du redst schee deitsch, folgst immer mir,
wir sogn jetzt M I C H A E L zu dir!“

Den Mirko g’freits, dass eam fost z’reißt,
dass er jetzt nimma Mirko heißt;
und wie er ham kummt, schreit er schnell:
„I haas stod Mirko – MICHAEL!“

Dem Jugovater passt des net,
drum gibts min Buam a glei a Gfrett:
„Komm, Mirko, hol mir gschwind a Bier!“
„Naa, sog erst MICHAEL zu mir!“
So gehts a paarmal hin und her,
der Vater redt zum Schluss nix mehr,
er tut nur mehr die Zähne fletschn
und gibt dem Buam a gsunde Tetschn.

Jetzt mischt si a die Mutter ein:
„Geh, Mirko, lass das Streiten sein;
du bist der Mirko a bei mir
geh, hol dem Vater jetzt a Bier!“
Er folgt auch seiner Mutter nicht
und kriagt den zweiten Schlog ins G’sicht.

Dann in der Schul am nächsten Tag
kummt von sein Lehrer glei di Frag?:
„Zwei blaue Augen? Was is g’schehn,
Du bist verunglückt, kann man sehn!“
Mein Kind, du kannst mir’s ruhig sagen,
hat von der Klass dich wer geschlagen?“
Da sagt der Bua:“Sis nix passiert,
zwa Tschuschen ham mi attackiert. . …..!“

Der Hund

,

Ein Mensch, im Kopf sonst kerngesund,
beschließt: Ich kauf mir einen Hund.
Der ist mutig, treu und schön,
wird viel mit mir spazieren gehen,
bringt Freude ins Familienleben
wenn wir ihm tüchtig Futter geben.

Dass dies sein erster Trugschluss war,
wird diesem Mensch erst später klar.

Er kann es jetzt noch nicht erfassen,
auf was er sich da eingelassen.
Wo Ruhe war bisher im Haus
Erklingt es nun wie Sturmgebraus.
Die Nachbarn haben bald vernommen:
Ein kleiner Hund ist angekommen.

Gesetze die bis dahin galten,
beginnt das Kerlchen auszuschalten.

Er setzt sich sofort obenauf,
bestimmt des Menschen Lebenslauf.

Die Hobbys, die er immer pflegte,
den Garten, den er so schön hegte,
verblassen schnell zur gleichen Stund‘,
der Mensch denkt nur noch an den Hund.
Und dieser nützt es weidlich aus,
ist Boss im Garten und im Haus,
darf alles, was bisher verboten,
beschmutzen mit den süßen Pfoten.

Die Schuhe und das Sofakissen
werden erst mal kleingebissen.
Der Rasen und die Fliederbüsche
verlieren schnell von ihrer Frische.
Der Garten – einst des Hauses Zier –
wird umgepflügt vom Hundetier.
Auch die Wohnung – gut geputzt –
wird als Hundespielplatz nun genutzt.

Für den Mensch nebst Kinderschar
der Teppich früher heilig war,
der Hund missachtet das Tabu,
er pinkelt drauf – und scharrt es zu.
Der Mensch beschließt daraufhin still,
dass er den Hund erziehen will.
Doch bald wird ihm sehr deutlich klar,
dass dies der zweite Trugschluss war.

Wo er ganz freundlich sagt :“Komm her“,
da rennt der Hundling kreuz und quer.
Sagt er nun:“ Hund hör auf zu raufen“,
hört man das Tier verächtlich schnaufen.

Zur Lösung dieser Seelenqual
bleibt ihm am Ende keine Wahl.
Sich selbst – und auch dem Hund zuliebe –
stürzt er sich ins Vereinsgetriebe.
Er hofft, nun wird sein Los sich wenden –
doch dieser Mensch wird schrecklich enden.
Ist ihm ein Rest Verstand geblieben,
wird der im Club ihm ausgetrieben.
Bald stellt er fest – ist sehr beglückt:
Die Leute hier sind auch verrückt!

Wo andere sich richtig pflegen,
beginnen die sich aufzuregen.
Nicht über Fußball, Weib und Bier,
der Grund ist nur das Hundetier.
Gesprochen wird von der Dressur
und manchen Pudels Haarfrisur.

Den Mensch stört nicht, was rings passiert,
der Hund wird jedenfalls dressiert.
Was hierbei alles schon geschehen,
das glaubt nur der, der es gesehen.
Der Hund, der sonst beim Laufen pennt,
entwickelt plötzlich Temperament.
Unterordnung – nie gehört,
weh dem, der mich beim Spielen stört.

Und neben all den Herrn, den trüben,
sieht man auch manches Frauchen üben.
Sie machen eifrig mit und munter,
rennen den Platz rauf und wieder runter.
Der Hund versucht sich durchzusetzen,
man sieht ihn mit der Frau entwetzen.
Sie flattert waagrecht an der Leine,
nach oben reißt es ihr die Beine.
Dann schlagen beide wie im Traum
einen Klasse Purzelbaum.
Das Herrchen kommt – beugt sich zum Hund:
„Gott sei Dank, er ist gesund.“
Mein Hund ist Spitze – ich bin fit,
die nächste Prüfung mach ich mit.
Am Prüfungstag wird ihm dann klar,
dass dies ein neuer Trugschluss war.

So wird am Morgen unser Held
dem strengen Richter vorgestellt,
Beschaut die Wiese sorgenvoll,
auf der sein Hund gleich suchen soll.
Er sieht den Kot der vielen Hasen,
was Kühe legten auf den Rasen.
Sieht innerlich schon voll Entsetzen,
seinen Hund dieselben hetzen

Später hört er ganz benommen,
wie viel Punkte sie bekommen.
„Von nun an“, sagt er dann bescheiden,
„bist du der Größte von uns beiden.“

Die zweite Runde wird gestartet –
die böse Unterordnung wartet.
Das „Fuß“ klingt voller Schmelz und Locken,
der Hund – total perplex – bleibt hocken.
Links schräg zur Hecke – geht‘ s voraus,
der Hund läuft langsam trotz Applaus.
Total geschafft – wie hingemäht,
erntet der Mensch, was er gesät.
Beschwörend spricht der Herr zum Hund:
„Verlass mich nicht in dieser Stund'“.

Als nächstes kommt der Schutzdienst dran.
Jetzt zeigt das Tierchen was es kann.
Bedrückt war ihm schon länger klar,
dass Herrchen nicht zufrieden war.
Jetzt wird gebissen, bis es kracht,
damit mein Herrchen wieder lacht.

Glücklich geht der Hund davon,
der Richter zählt die Punkte schon.
Der Mensch beschließt in dieser Stund:
Ich kauf mir nie mehr einen Hund!
Sie haben beide überlebt,
den Orden an die Wand geklebt.
Der Hund schielt ganz empört hinüber:
„Ne schöne Fleischwurst wär mir lieber.“

Jedoch das Club geschehn ist heiter,
es geht in schöner Vielfalt weiter:
Sommerfest und Weihnachtsfeier,
Versammlungstrubel, Ostereier,
Neujahrstrunk und Karneval.
Wer hat noch nicht – wer will noch mal?

Und die Moral von der Geschicht,
Besieht man alles mal bei Licht:
Denkst du des Hundes Herr zu sein,
hebt er verächtlich nur sein Bein.

Eugen Roth

Infos für Intellektuelle

Infos für Intellektuelle oder jene die es noch werden wollen.

Ballistische Experimente mit kristallinem H2O auf dem Areal pädagogischen Institutionen unterliegt strikter Prohibition!
(Das Werfen von Schneebällen auf dem Schulhof ist verboten!)

Populanten von transparenten Domizilen sollen mit fester Materie keine transzendenten Bewegungen durchführen.
(Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen.)

Das maximale Volumen subterraner Agrarprodukte steht in reziproker Relation zur spirituellen Kapazität des Produzenten.
(Die dümmsten Bauern haben die größten Kartoffel)

Eine strukturell desintegrierte Finalität in Relation zur Zentralisationskonstellation provoziert destruktive Integrationsmotivationen durch permanent lokal aggressive Individuen der Spezies „Canis“
(Den Letzten beißen die Hunde.)

Es existiert ein Interesse an der generellen Rezesion der Applikation relativ primitiver Methoden komplementär zur Favorisierung adäquater komplexer Algorithmen.
(Warum einfach, wenn’s kompliziert auch geht?)

In meiner psychologischen Konstitution manifestiert sich eine absolute Dominanz positiver Effekte für eine labil existente Individualität deiner Person.
( Ich liebe dich )