Das Gute an der Alternativmedizin

Ein toller Artikel!
Dennoch möchte ich – als ein Durch-und-Durch-Skeptiker mit einem Aspekt ergänzen, der der Homöopathie&Co etwas abgewinnen kann, das aber leider bei mir selbst nicht funktioniert, eben weil ich diesen Methoden ablehnend gegenüber stehe.
Bei der Betreuung meiner 88-jährigen Schwiegermutter bin ich oft in der Apotheke. Es kommt mir sonderbar vor, wenn ausgebildete Pharmazeuten ihren Kunden ohne Wimpernzucken Globuli verschreiben und dabei todernst irgendwelche Anweisungen geben, wann das zu nehmen sei und auf was sonst man achten müsse.
DoseOscillococcinum[1] (Bild Wikipedia, Artikel „Globuli“)
 
Die Apotheker absolvieren eine komplexe Ausbildung, die alle Informationen darüber vermittelt, was, wann wirkt und was nicht wirken kann. Und sie handeln bei einer solchen Beratung ganz gegen dieses Wissen. (Sie werden aber auch noch dadurch verunsichert, dass es auf den Hochschulen sogar Institute gibt, die sich mit „Alternativmedizin“ beschäftigen, die also Wissenschaftlichkeit vortäuschen, wo gar keine ist.)
 
Es gibt aber einen Grund, warum dieses System unterm Strich doch diese eine Wirkung hat, die des Placebo. Diese Wirkung ist messbar. Und sie ist teuer erkauft; extrem teuer. Diese Wirkung hat es, aber nur dann, wenn alle Beteiligten, von den empfehlenden Ärzten, der Werbung, dem Apotheker bei ihrer Behauptung bleiben und Wirkung versprochen wird (auch wenn keine da ist). Dieses Geflecht an (Schein-)Kompetenzen gibt dem Patienten die Möglichkeit, das Placebo auch anzunehmen.
 
Würde etwa ein Arzt sagen, dass er gegen eine berichtete Erkrankung nichts tun könne, er dann rote Kügelchen verabreicht, und dazusagt, dass gar keine Wirkstoffe enthalten sind, dann würde sich doch jeder Patient verarscht vorkommen.
 
Da aber der Arzt etwas (zum Beispiel rote Kügelchen) verschreibt, das wie ein Medikament ausschaut, einen Beipacktext enthält und mit ernster Mine verschrieben wird, glaubt der Patient an die Möglichkeit einer Verbesserung seines Zustandes, das Placebo wirkt.
 
Die Wirkung eines Placebos beruht auf Vertrauen.
 
Wer auf Homöopathie&Co wegen einer Einsicht in die Zusammenhänge nicht vertraut (also zum Beispiel Florian Freistetter und der Franz Fiala), dem kann durch dieses Placebo auch nicht geholfen werden. Das Vertrauen ist aber nur gegeben, wenn der Patient den Eindruck hat, er würde behandelt. Würde daher der Apotheker mit der Wahrheit herausrücken, dann würde er nicht nur einen Kunden sondern der Kunde auch noch die Wirkung dieses geringen Placeboeffekts verlieren.
 
Überspitzt gesagt gewinnen alle Jünger der „Alternativ-Medizin“ die Wirkung eines Placebos, etwas, das den Skeptikern entgeht.
 
Denn es genügt nicht, dass der Arzt in seinen Schrank greift und dem Patienten etwas (völlig Wirkungsloses) gibt. Es gehört dazu auch das seriös erscheinende Drumherum einer Scheinmedizin, bestehend aus Literatur, Institut, Berufsbezeichnungen, einer genau definierten Methode und einer ganzen Industrie, die diese Scheinmedizin vertritt.
 
Erst dann wirkt das Placebo, vorher nicht.

WLAN macht Pflanzen krank

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Ein aufsehenerregender Versuch einer Schülergruppe wird in N24 publiziert: Link Neuntklässler haben eine schädliche Wirkung von WLAN-Signalen auf Pflanzen festgestellt. Das Experiment der Jugendlichen macht im Netz die Runde. Londoner Wissenschaftler wollen es wiederholen. Die Schüler haben festgestellt, dass sie neben dem Handy schlechter schlafen können.

Die Frage ist, was man davon halten soll. Soll man ab sofort WLAN abdrehen und die Wohnung ab sofort verkabeln? Kann man zu einer solchen Publikation ganz allgemein Stellung beziehen?

Zur Methode

Diese Meldung erweckt den Anschein von Wissenschaftlichkeit. Schüler als Wissenschaftler (auch wenn im Text steht, dass es sich nicht um ein wissenschaftliches Experiment gehandelt hat).

Wissenschaft ist aber wie Fußball. Wenn man sich beteiligen will, muss man vom Fach sein.

Beispiel: Ein Spieler steht einen Meter vorm Tor – und schießt in die Wolken. Jeder zweite im Stadion sagt: „den hätte sogar ich verwandelt“. Das Problem: er steht nicht im Team und in der 70. Minute, in der die Szene spielte, wäre jeder dieser Möchtegern-Fußballer schon längst zusammengebrochen an der Outlinie gelegen. Weil er eben nicht „vom Fach“ ist.

Um in einer Disziplin mitreden zu können, muss man sich der Mühe unterziehen, sich auf das Niveau hochzuarbeiten, das dazu befähigt, reproduzierbare Versuche anzustellen. Man muss sich einem Selektionsprozess unterziehen, den durchaus nicht alle schaffen.

Warum ist nun dieser Versuch anzuzweifeln?

(1) Die Lobby der Strahlengegner verwenden jedes Argument, das ihnen hilft, auch wenn es an der Haaren herbeigezogen wird. Gegner von Elektromagnetischer Strahlung sind ähnlich wie Homöopaten, Esoteriker und Wünschelrutengeher. Sie meinen zu wissen, dass Strahlung schädlich sei, auch wenn sie in Intensitäten vorkommt, die sich weit unter jedem erlaubten Grenzwert bewegen.

(2) Wissenschaftler wollen ganz oben stehen (wie Bergsteiger, Fußballer, Künstler…) und würden keine Gelegenheit auslassen, diesen Zusammenhang zwischen Bestrahlung und Wachstum aufzuzeigen. Das liegt in der Natur der Methode: dem Zweifel an jeder Behauptung. Wenn es diesen Zusammenhang zwischen Strahlung und Pflanzenwachstum gäbe (und nicht nur den Wunsch jener, die das so wollen), dann wäre es längst bewiesen und akzeptiert. Ist es aber nicht.

(3) Dass eine Schülergruppe einen solchen Zusammenhang aufzeigt ist so, als würde ich sagen: „Ich gehe in der Fußgängerzone und finde 500 Euro“ (dieser Satz ist mit 99.9…%iger Wahrscheinlichkeit falsch, weil eben diesen Schein schon längt jemand vor mit gefunden hätte, ebenso wie ich nie den Hauptgewinn im Lotto machen werde) Schüler haben keinerlei Kompetenz in der Handhabung von Versuchen dieser Art, auch wenn sie von einem Lehrer angeleitet werden. Sie sind in der Position eines Möchtegern-Fußballers, der es den Profis zeigen will, wie leicht eigentlich ein Ball aus einem Meter Entfernung ins Tor befördert werden kann.

Und daher ist diese Meldung einfach nur ein Wunschdenken. Der Schüler, des Lehrers, der Antistrahlungs-Lobby, der Redaktion.

Zur Sache

Kann man auch etwas zur Sache selbst, also Wirkung von WLAN auf Organismen sagen? Aber ja! Die Wirkung niederfrequenter Elektromagnetischer Strahlung ist hinlänglich bekannt. Sie erzeugt bei ausreichender Intensität Wärme. Ausgenutzt wird das zum Beispiel bei Hochfrequenztherapie:

Die hier zur Anwendung kommenden Energien sind gigantisch im Vergleich mit dem, was WLAN oder Handy produzieren. Vor allem werden diese Resonatoren (Antennen) unmittelbar am Körper angebracht. Man kann vermuten, dass die Störstrahlung, die von diesen therapeutischen Antennen ausgeht, sogar noch im Kopfbereich des Patienten ein weit höheres Feld erzeugen als das WLAN könnte.

Was bewirken diese Bestrahlungen?
Sie bewirken, dass Wärme entsteht, ähnlich wie bei einem Mikrowellenherd. Interessant ist, dass die Eindringtiefe der Strahlung mit steigender Frequenz abnimmt und bei 2.5 GHz nur mehr 6 mm beträgt.

Elektromagnetische Strahlung erzeugt also Wärme. Frequenzen unmittelbar unterhalb des sichtbaren Lichts bezeichnet man als „Infrarot-Strahlung“, über den Frequenzen des sichtbaren Lichts wird die Strahlung zunehmend ionisierend und ist nicht Gegenstand der in der Funktechnik angewendeten Strahlung.

Wenn man nun einen WLAN-Sender in die Nähe von Pflanzen betreibt, wird es in den Pflanzen vermutlich auch zu einer Wärmeentwicklung kommen, die zu einer Austrocknung der Pflanze führt. Das ist nun aber nicht etwas Beunruhigendes. Man müsste es geradezu erwarten.

Über die Versuchsanordnung weiß man nicht viel. Stellt man die Pflanzen unmittelbar auf den WLAN-Sender (um die Strahlungsintensität zu erhöhen), muss man auch mit der normalen Abwärme des Geräts rechnen, die ebenso eine Austrocknung der Pflanzen zur Folge haben kann.

Empfehlenswert:
Elektromagnetische Felder im Alltag

Mäc am Pranger der Ernährungs-Inquisition

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Die Medienberichte sind voll von Berichten über schädliches Fastfood. McDonalds steht oft stellvertretend für eine ganze Branche und die Mitbewerber, andere Ketten aber auch Kebabs und Würstelstände sind froh, wenn die Breitseite der Kritik gegen den Platzhirschen abgefeuert wird.

Ich kann diese Kritik überhaupt nicht verstehen.

Seit etwa 22 Jahren besuche ich regelmäßig McDonalds-Restaurants. Ja, ich habe seither zugenommen aber mit diesen Besuchen hat das rein gar nichts zu tun. In diesen Jahren kann ich darüber berichten, dass diese Ketten außergewöhnlich lernfähig auf Änderungen in der Gesellschaft eingehen. Zum Beispiel wurden die Styroporverpackungen durch Kartons abgelöst, das eher nur ergänzende Salatangebot der ersten Jahre wurde durch eine viel größere Auswahl abgelöst und der früher wirklich kaum genießbare Kaffee ist fast schon einer aufkeimenden Kaffehaus-Kultur gewichen.

Wenn ich bein einem Würstelstand vorbeikomme, kann ich mich zwischen einem Würstel und einem anderen Würstel entscheiden.

Ich genieße es, beim Mäc einen Salat oder einen Veggie-Wrap und einen Orangensaft wählen zu können. während mein hungriger Sohn sich mit entsprechend mehr Kalorien eindeckt. Während bei ihm der Salat eine Ergänzung ist, ist er bei mir die Hauptmahlzeit und ich habe den Eindruck, dass ich dort durchaus in Einklang mit den Erkenntnissen der Nahrungs-Päpste essen kann.

Kann mich nicht erinnern, dass es dauernde Kampagnen gegen das Schweizer-Haus oder die Konditorei-Kette Aida geben würde obwohl diese Lokale mit ihren Speisen durchaus mit dem Ungesundheits-Faktor eines Mäc konkurrieren können.

Was soll das also?

Jeder kann um ein paar Euro Gemüse am Markt kaufen und sich in Salat ergehen. Eine freie Entscheidung. Noch ist ja ein Mäc kein Monopol.

Gesunde Ernährung ist nicht abhängig von den Gaststätten sondern von den Essgewohnheiten eines jeden Einzelnen.

Dasselbe Rindfleisch, das beim Mäc verteufelt wird, wird am Fleischpult der Supermärkte mit Gütesiegeln angepriesen. Warum werden die Pommes-Frittes beim Mäc verteufelt und im Gefrierschrank eines Supermarktes nicht? Wo bleiben da die Hüter der wahren Ernährungslehre?

Beobachten Sie einmal die Gäste in einem Mäc oder beim Tichy in Favoriten. Sie werden sehen, dass dort oft am selben Tisch dicke und dünne Menschen bei derselben „Sünde“ beisammen sitzen. Eigentlich hätte man sich erwartet, an diesen „sündhaften Orten überhaupt nur dicke Menschen anzutreffen, das ist aber nicht der Fall. Das eigene Körpergewicht hängt nicht davon ab, ob man zum McDonalds oder zum Tichy geht, sondern davon, welche Rolle Ernährung und Bewegung im Tagesablauf spielen.

Unter dem Motto: ich geh‘ zum Mäc und Du gehst zum Mäc. Warum bist Du dick?

Alkoholkonsum und Gesundheit

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Suchtgifte (Drogen) gelten im Allgemeinen als schädlich, viele sind grundsätzlich verboten. Dennoch werden manche Drogen wie zum Beispiel Koffein, Alkohol, Nikotin, Cannabis und andere toleriert, aber nicht alle Menschen können damit umgehen. In den westlichen Kulturen wird Alkohol toleriert, dagegen gilt in islamischen Ländern ein Alkoholverbot.

Alkohol und Abkochen als historische Überlebensstrategie

Warum ist bei uns Alkohol salonfähig?

Der Bruch mit der antiken Welt hatte auch so seine Schattenseiten. Die Körperfeindlichkeit des Christentums verschlechterte die Hygiene und die mangelhafte Trinkwasserqualität im Mittelalter führte zu bedrohlichen Seuchen. Weil aber Keime in alkoholischen Getränken abgetötet werden, war der Genuss von Bier, Wein und Most geradezu überlebenswichtig.

Zum Beispiel in Freistadt, dem Ort der heurigen Landesausstellung (und wohl auch in anderen Städten)
war im Mittelalter jedem Haushalt innerhalb der Stadtmauern das Bierbrauen erlaubt.

Bierbrauer sind stolz auf das älteste Lebensmittelgesetz der Welt(?), auf das Reinheitsgebot aus dem Jahr 1516.

Aufschrift im „Alt Heidelberger Brauhaus“

Im „Alt Heidelberger Brauhaus“ können die Gäste Tür lesen: „Der Bürgermeister gibt bekannt, daß am Mittwoch Bier gebraut wird und daß deshalb ab Dienstag nicht mehr in den Bach geschissen werden darf“. Diese „Mehrfachverwendung“ desselben Wassers eines Baches oder Flusses illustriert die damaligen hygienischen Bedingungen.

In Asien dagegen war die Überlebensstrategie das Abkochen des Wassers und man erfand den Tee. Auch in Europa nahm seit dem Mittelalter der Konsum von gekochtem Tee und Kaffee zu, da das Abkochen ebenso wie früher der Alkohol keimtötend wirkte.

Warum in den islamischen Ländern die Wasserverunreinigung nicht eine so große Rolle gespielt hat, liegt möglicherweise an den seltenen Wasserstellen der Wüstengebiete,die ausschließlich zum Trinken verwendet wurden und daher dort das Wasser nicht verunreinigt war. Außerdem war der frühe Islam für seine hohe Reinlichkeit und seine medizinischen Errungenschaften berühmt und hatte dadurch möglicherweise von vornherein weniger Probleme mit verunreinigtem Wasser.

Alkohol und Lebensstil

Paracelsus meinte: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“

Fragt man einen Arzt, ob und wie viel man trinken darf, dann rät jener zu Rotwein und zu einem Achtel Liter pro Tag.

Man hat den Eindruck, als wäre diese Dosis von Alkohol eben jenes Quantum, das gerade noch nicht als Gift, sehr wohl aber als Medizin wirkt, warum auch immer.

Aber der Konsum einer geringen Menge Alkohols pro Tag zieht auch eine Grenze zwischen drei Arten von Menschen:

  • Enthaltsame, die gar keinen Alkohol konsumieren,
  • Abhängige, die (regelmäßig) mehr trinken und
  • Disziplinierte, die es schaffen, eben ein Achtel Wein pro Tag zu trinken (und nicht mehr)

Enthaltsame

Diese Gruppe hat wohl kein Alkoholproblem, sei es weil diese Menschen dem Islam angehören, weil sie Alkohol nicht mögen oder weil sie ihn fürchten. Diese Abstinenzler, können aber bezüglich ihres Suchtverhaltens nicht eingeschätzt werden, weil sie sich dem Akohol nicht aussetzen. Es kann also durchaus sein, dass sich in dieser „braven“ Guppe auch solche befinden, die zur Sucht neigen aber nur eben dem Alkohol entsagen.

Abhängige

Die zweite Gruppe lebt offensichtlich ungesund, ihr wäre vielleicht mit einem generellen Alkoholverbot zu helfen. Wenn man sich aber an die Auswüchse in der Prohibitionszeit in Amerika erinnert, dann kann man wohl an der Wirksamkeit zweifeln. Da diese Gruppe beim Alkohol nicht Maß halten kann, wird sie es bei anderen Gelegenheiten, zum Beispiel beim Rauchen oder beim Essen mehrheitlich auch nicht tun.
Und daher besteht bei dieser Gruppe größere Sorge um den Gesundheitszustand.

Disziplinierte

Die letzte Gruppe schafft es, sich der schädigenden Wirkung des Alkohols zu entziehen aber gleichzeitig nicht auf dessen Konsum zu verzichten und zeigt daher Disziplin in Fragen des Alkoholkonsums. Diese Disziplin offenbart einen Charakterzug, den diese Menschen wahrscheinlich auch im Zusammenhang mit anderen Suchtmitteln zeigen werden. Und daher hat diese Gruppe für die Einschätzung ihrer gesundheitlichen Zukunft eine gute Prognose, weil sie generell diszipliniert ist.

Literatur

Fußballgott und andere Götter

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Ein Fußballfan beschwört den Fußballgott, die Bayern mögen doch gegen Aachen verlieren, damit Gerechtigkeit in der Welt einkehre. Leider wurde dieser Wunsch nicht erhört, das Wunder ist ausgeblieben.

Das erinnert mich an ein Plakat der Caritas: das nur folgenden Text enthält, geschrieben von zittriger Hand eines alten Menschen: „Über die Abwesenheit Gottes. Er ist nicht hier. Er hört mir nicht zu. Meine Schmerzen sind ihm egal.“

Also eine viel bessere Übereinstimmung der Leiden der Menschen an sich und der Leiden der Fußballfans gibt es ja schon fast gar nicht.

Die Pointe ist aber, dass dieser Schriftzug beim Plakat mit roter Schrift durchgestrichen ist und daneben in roter Schrift ein Hinweis auf die Caritas und das Hospiz-Rennweg ist.

Es ist irgendwie unerhört, dass die Kirche diese letzte Botschaft eines sterbenden Menschen als falsch darstellt. Ich meine, man muss den Satz so stehen lassen wie er war:

Die Leistungen der Caritas und der Diakonie will ich damit nicht schmälern. Aber mit Gott hat das nichts zu tun. Gott ist in den meisten Fällen nur eine Parabel für Machtansprüche, die man nur nicht ausspricht. Eine Legitimation.