Das Gute an der Alternativmedizin

Ein toller Artikel!
Dennoch möchte ich – als ein Durch-und-Durch-Skeptiker mit einem Aspekt ergänzen, der der Homöopathie&Co etwas abgewinnen kann, das aber leider bei mir selbst nicht funktioniert, eben weil ich diesen Methoden ablehnend gegenüber stehe.
Bei der Betreuung meiner 88-jährigen Schwiegermutter bin ich oft in der Apotheke. Es kommt mir sonderbar vor, wenn ausgebildete Pharmazeuten ihren Kunden ohne Wimpernzucken Globuli verschreiben und dabei todernst irgendwelche Anweisungen geben, wann das zu nehmen sei und auf was sonst man achten müsse.
DoseOscillococcinum[1] (Bild Wikipedia, Artikel „Globuli“)
 
Die Apotheker absolvieren eine komplexe Ausbildung, die alle Informationen darüber vermittelt, was, wann wirkt und was nicht wirken kann. Und sie handeln bei einer solchen Beratung ganz gegen dieses Wissen. (Sie werden aber auch noch dadurch verunsichert, dass es auf den Hochschulen sogar Institute gibt, die sich mit „Alternativmedizin“ beschäftigen, die also Wissenschaftlichkeit vortäuschen, wo gar keine ist.)
 
Es gibt aber einen Grund, warum dieses System unterm Strich doch diese eine Wirkung hat, die des Placebo. Diese Wirkung ist messbar. Und sie ist teuer erkauft; extrem teuer. Diese Wirkung hat es, aber nur dann, wenn alle Beteiligten, von den empfehlenden Ärzten, der Werbung, dem Apotheker bei ihrer Behauptung bleiben und Wirkung versprochen wird (auch wenn keine da ist). Dieses Geflecht an (Schein-)Kompetenzen gibt dem Patienten die Möglichkeit, das Placebo auch anzunehmen.
 
Würde etwa ein Arzt sagen, dass er gegen eine berichtete Erkrankung nichts tun könne, er dann rote Kügelchen verabreicht, und dazusagt, dass gar keine Wirkstoffe enthalten sind, dann würde sich doch jeder Patient verarscht vorkommen.
 
Da aber der Arzt etwas (zum Beispiel rote Kügelchen) verschreibt, das wie ein Medikament ausschaut, einen Beipacktext enthält und mit ernster Mine verschrieben wird, glaubt der Patient an die Möglichkeit einer Verbesserung seines Zustandes, das Placebo wirkt.
 
Die Wirkung eines Placebos beruht auf Vertrauen.
 
Wer auf Homöopathie&Co wegen einer Einsicht in die Zusammenhänge nicht vertraut (also zum Beispiel Florian Freistetter und der Franz Fiala), dem kann durch dieses Placebo auch nicht geholfen werden. Das Vertrauen ist aber nur gegeben, wenn der Patient den Eindruck hat, er würde behandelt. Würde daher der Apotheker mit der Wahrheit herausrücken, dann würde er nicht nur einen Kunden sondern der Kunde auch noch die Wirkung dieses geringen Placeboeffekts verlieren.
 
Überspitzt gesagt gewinnen alle Jünger der „Alternativ-Medizin“ die Wirkung eines Placebos, etwas, das den Skeptikern entgeht.
 
Denn es genügt nicht, dass der Arzt in seinen Schrank greift und dem Patienten etwas (völlig Wirkungsloses) gibt. Es gehört dazu auch das seriös erscheinende Drumherum einer Scheinmedizin, bestehend aus Literatur, Institut, Berufsbezeichnungen, einer genau definierten Methode und einer ganzen Industrie, die diese Scheinmedizin vertritt.
 
Erst dann wirkt das Placebo, vorher nicht.

Goldene Regel

Im Teilbereichen, wie zum Beispiel bei der Goldenen Regel, sind sich die großen Religionen ziemlich einig.

Christentum

Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch. (Matthäus 7:12)

Sikhismus

Ich bin ein Fremder für niemanden und niemand ist ein Fremder für mich. (Guru Grant Sahib, S. 1299)

Zarathustrismus

Tue anderen nicht an, was dir schadet! (Shayast-na­Shayast 13.29)

Hinduismus

Tue anderen nichts an, was dir, wenn es dir selbst angetan würde, Schmerz verursachen würde. Dies ist die Essenz aller Moral. (Mahabharata 5.1517)

Judentum

Was dir selbst verhasst ist, tue deinem Nächsten nicht an. (Talmud, Shabbat 31 a)

Janaismus

Man sollte alle Lebewesen so behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. (Mahavira Sutrakritanga 1,11,33)

Islam

Keiner von euch ist wahrhaft gläubig, solange ihr nicht anderen wünscht, was ihr für euch selbst begehrt. (Der Prophet Muhammad, Hadithch)

Buddhismus

Behandle andere nicht auf eine Weise, von der du denkst, dass sie dich selbst verletzen würde. (Der Buddha, Udana-Varga 5,18)

Taoismus

Betrachte den Gewinn deines Nachbarn als deinen Gewinn und seinen Verlust als deinen Verlust. (Tai-shang Kang-ying P’ien)

Serverausfall 9:40-13:40

Mitten in einem Satz ließ sich ein Text für die WordPress-Seite nicht mehr speichern. Keine zwei Minuten danach läutete das Telefon und Werner bestätigt, dass nichts geht. Alle Server und die Leitungen sind down.

Eigentlich wollte ich schon unseren Provider anrufen, doch da gleichzeitig zwei Leitungen und damit alle Server ausgefallen sind, vermutet Werner, dass es eher im Bereich der HTL liegt.

Ein Telefonat mit Abteilungsvorstand Hager bringt Klarheit, ein Stromausfall; einer von der gröberen Sorte. Sicherungsschalter hochkippen geht da nicht mehr, das sind gröbere Sicherungen. Es dauert einige Zeit, bis der Elektriker vor Ort ist.

Als ich in den Keller der HTL komme, ist es gespenstisch still und überall brennt nur Notlicht.

Nach einiger Zeit aber hört man plötzlich wieder das Heulen der Ventilatoren. Alles läuft wieder, glaubt der Laie. Die Wahrheit ist, dass zwar alle Server hochgefahren sind aber dennoch keine Verbindung nach außen besteht.

Ferngesteuert

Leider ist Werner dienstlich unterwegs und ich stehe vor den Blechkisten und führe Anweisungen von Werner aus. Eine Ferndiagnose vor Werner ortet rasch die Schuldigen; es sind zwei CISCO Switches C6504 . Einer ist für die Anbindung der Glasfaserleitung zuständig, der andere für die Versorgung des Clubnetzwerkes. Bei beiden muss das Betriebssystem-Image über eine serielle Schnittstelle neu installiert werden.

Welcher PC hat heute noch eine serielle Schnittstelle? Richtig, keiner. Daher hat Werner einen Uralt-Laptop für diesen Zweck zum Einsatz gebracht.

Ein Laptop mit serieller Schnittstelle dient als Terminal zu den CISCO-Routern

Ein Laptop mit serieller Schnittstelle dient als Terminal zu den CISCO-Routern

Damit die Zeit vergeht, führe ich den Vorgang zuerst einmal an zwei falschen Geräten aus, eine Art Vorübung.

Hier sieht man die entscheidende Sequenz zum Booten des Switch. dir disk1: und boot disk1:

Hier sieht man die entscheidende Sequenz zum Booten des Switch. dir disk1: und boot disk1:

Der Bootvorgang dauert pro Gerät etwa 20 Minuten. Das Ziel soll sein, dass auf dem Gerät vier Kontroll-LEDs den richtigen Betriebszustand anzeigen.

Zwei CISCO-Router/Switches C6504. Oben funktionsfähig, unten noch nicht gebootet.

Zwei CISCO-Router/Switches C6504. Oben funktionsfähig, unten noch nicht gebootet.

Während dieser Zeit kommt ein Elektriker und arbeitet an dem Sicherungskasten. Er beruhigt mich, es werde keinen Ausfall mehr geben.

Nachdem alle Geräte korrekt gebootet sind, ist der Fehler immer noch nicht behoben. Alles leuchtet grün aber es gibt keine Verbindung.

Ich muss auf Christian Schöndorfer warten, der mit diesen CISCO-Switches vertraut ist und in einer weiteren Telefonkonferenz mit Werner einige geheimnisvolle Kommandos absetzt aber auch keinen Fehler findet.

Darstellung der Routen auf einem Switch

Darstellung der Routen auf einem Switch

Christian vermutet den Fehler in der Firewall, einen Schrank weiter. Ich verbinde mich mit der Firewall und Christian setzt einige Pings ab, worauf Werner schon frohlockt, dass erste Dienste wieder funktionsfähig wären.

In der oberen Firewall war der Fehler

In der oberen Firewall war der Fehler

Was also war der Fehler?

Christian vermutet, dass die beiden Firewalls, die in einem Load-Balancing-Betrieb arbeiten, sich nicht protokollarisch verständigen konnten aber das manuelle Absetzen der PING-Befehle über die Konsole die Firewall „geheilt“ hat.

Es war etwa so wie Handauflegen.

Christian berichtet, dass der Serverraum mit 35 A abgesichert ist aber ein Strom von 53 A fließt. Da müssen wir etwas unternehmen, um nicht gleich wieder in einen Stromausfall zu geraten.

Als erste Maßnahme wurden fünf nicht mehr aktive Server stillgelegt.

Als nächstes müssen wir herausfinden,  ob es einen auffälligen Stromfresser gibt. Wir sind aber nicht allein im Serverraum, es gibt auch noch die Server der Schule.

Nachdem der Statusreport nur mehr grüne Pfeile nach oben zeigt, mache ich mich auf den Heimweg. Vier Stunden hat der Spuk gedauert.

Vierstündiger Ausfall am 20. Oktober

So stellt sich der Ausfall grafisch auf status.ccc.at dar

Flügel

Hoppala

Durch ein Hoppala sind wir mit kurzer Hose in einer Premiere gelandet. Aufgefallen ist das erst beim Einlass in das Rabenhof-Theater als Florian bemerkt, „schau, des ist ja der Vitásek“. Ich grüße ihn freundlich, Andreas Vitásek grüßt freundlich zurück aber nach einem Blick auf den Herrn vor mir weiß ich, dass da was nicht stimmt. Denn an der Garderobe steht Christoph Wagner-Trenkwitz  und hier grüßt man sich nicht, auch wenn man das Gegenüber kennt. Das Rabenhof ist voller Promis.

Ich erinnere mich an den 7. September. Es war ein Montag. Wir hatten kein Programm und ich dachte, vielleicht gibt es irgendwo ein Kabarettprogramm. Rabenhof aufgeschlagen, tatsächlich, die Vorstellung vom 7. heißt „Flügel“, prominent besetzt mit Florian Scheuba und Robert Palfrader. Der Versuch zu buchen, gelingt. Es gibt gerade noch zwei Karten in der zweiten Reihe. Bingo! So ein Glück. Wir fahren um 17:30 los, um die Karten an der Kassa zu holen und danach noch etwas essen zu gehen. Der Plan war gut, das Theater aber geschlossen. Zufällig kommt ein Arbeiter aus dem Theater und klärt uns auf, dass heute keine Vorstellung sei. Der Irrtum ist rasch aufgeklärt. Unsere Karten sind für den 7. Oktober und nicht für den 7. September. Da zufällig der 7. Oktober der erste Spieltag war, wurde er als erster Tag angezeigt und ich dachte, das wäre eben heute.

Einen Monat später dasselbe Spiel, wir holen die Karten – jetzt wirklich – und gehen in die nahe gelegenen Petrus und Paulus Stuben und kehren wieder zum Theater zurück. Da es nicht allzu kalt ist, bin ich noch im Sommer-Look mit kurzer Hose und Rapid-Jacke. Und da platzen wir in eine Premiere. Es war, als würden wir kurz in einem Seitenblicke Magazin gelandet sein. Christian Konrad, der Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung, Oliver Baier vom ORF-Rateteam, weitere Kabarettisten wie Werner Schneyder, Werner Sobotka, der Stadtpolitiker Karl Öllinger, Thomas Waldner  aus dem Rapid-Präsidium und viele andere. Gesehen haben wir nur die Hälfte, denn wer das Rabenhof kennt, weiß, dass es einen linken und rechten Abgang gibt und die jeweils andere Besucherhälfte sieht man nicht.

Im Stierkampf gegen RedBull
„Flügel“, ein Gewinn für Gegner von RedBull

Flügel

Wir wussten nicht, was da auf uns zukommt aber gleich stellte sich heraus, dass es um den Besitzer des in Fußballkreisen weniger geachteten Produkts RedBull geht. Die beiden Kabarettisten spielen sich selbst und erhalten einen Anruf aus der RedBull-Zentrale, ob sie nicht bei der Geburtstagsparty von Dietrich Mateschitz teilnehmen wollen. Eine solche Teilnahme wäre normalerweise ganz gegen die Prinzipien der Parade-Kabarettisten aber man will sich ja kooperativ zeigen und glaubt, mit der Nennung einer extremen Gagenforderung von 100.000 Euro sich an dem Auftritt vorbeischwindeln zu können. Weit gefehlt, der Sohn von Dietrich Mateschitz zahlt den geforderten Betrag – für jeden der beiden.

Was folgt ist eine Vorwegnahme des Festes mit einer ziemlichen Enttarnung der dann wohl anwesenden Schickeria wie Niki Lauda, Karl-Heinz Grasser, Peter Schröcksnadel und anderen. Wir erleben einen Streifzug durch die Welt von RedBull und nehmen die Erkenntnis mit, dass extremer Reichtum niemals die Folge irgendwelchen Fleißes ist sondern immer rein zufällig zustande kommt. (Wer dazu Näheres erfahren will, dem sei das Buch „Zahl, Zeit und Zufall“ von Rudolf Taschner empfohlen.) Wir erleben eine zur Religion überhöhte Firmenkultur, die treffend als Gott Vater (Dietrich Mateschitz), dessen 22-jähriger Sohn (als Gottes Sohn) und der Geist von RedBull symbolisiert wird.

Das Thema „RedBull“ wird wohl nicht ganz zufällig gewählt worden sein, denn Florian Scheuba ist als Rapid-Anhänger bekannt und nimmt in vielen seiner Stücke den Bezug auf Rapid, zuletzt im Stück „Ballverlust“ mit Alfred Dorfer.

In diesem Programm „Flügel“ wird die Gelegenheit benutzt, jenen Gegner aufs Korn zu nehmen, der in Fußballerkreisen eher als ein Fremdkörper verstanden wird. Es kann daher nicht ausbleiben, dass im Stück an zwei Stellen auch auf Rapid Bezug genommen wird.

Das ernüchternde Ende ist, dass sich die beiden in ihrer Rolle bei Mateschitz‘ Geburtstagsfeier wohl ziemlich überschätzt haben und im Getriebe der Großen wahrlich unter die Räder kommen. Ein ziemlich frustrierendes Ergebnis, denn das Geld wird letztlich zum Sieger erklärt.

Sie landen in einem eineinhalb minütigen Pausenfüller mit 300 Euro Gage als Bühnenumbau-Programm vor dem Auftritt der wirklich Großen, vor Robbie Williams.

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Eigentlich war ja Fotografierverbot aber vor dem Beginn und nach dem Ende habe ich mir doch ein paar Bilder erlaubt.

Wir Rapidler sind weltanschauliche Gegner von RedBull. Dieses Stück von Werner Sobotka liefert ein großes Spektrum alter und neuer Argumente gegen die Aktivitäten des RedBull-Konzerns.

Kuhhandel

Politik

Gegeben sind zwei Kühe.

Christdemokrat: Der Christdemokrat besitzt zwei Kühe. Der Nachbar besitzt keine.
Er behält eine und schenkt dem armen Nachbarn die andere. Danach bereut er es.

Sozialist: Der Sozi besitzt zwei Kühe. Der Nachbar besitzt keine.
Die Regierung nimmt ihm eine ab und gibt diese dem Nachbarn.
Sie werden gezwungen, eine Genossenschaft zu gründen, um dem Nachbarn bei der Tierhaltung zu helfen.

Sozialdemokrat: Der SPDler besitzt zwei Kühe, der Nachbar keine. Er fühlt sich schuldig, weil er erfolgreicher arbeitet.
Er wählt Leute in die Regierung, die seine Kühe besteuern. Das zwingt ihn, eine Kuh zu verkaufen, um die Steuern bezahlen zu können.
Die Leute, die er gewählt hat, nehmen dieses Geld, kaufen eine Kuh und geben diese dem Nachbarn.
Er fühlt sich rechtschaffen. Udo Lindenberg singt für ihn.

Freidemokrat: Er besitzt zwei Kühe. Der Nachbar besitzt keine. Na und?

Kommunist: Der Kommunist besitzt zwei Kühe, der Nachbar keine.
Die Regierung beschlagnahmt beide Kühe und verkauft ihnen die Milch. Sie stehen stundenlang für die Milch an. Sie ist sauer.

Kapitalist: Der Kapitalist besitzt zwei Kühe von denen er eine verkauft. Von der Erlös kauft er einen Bullen, um eine Herde zu züchten.

Gemeinwohl-Ökonom: Sein Mittagstisch wird vom Staat gedeckt. Was er (oder auch sein Nachba) mit seinen Kühen macht, liegt ganz in seinem Ermessen, seinen Möglichkeiten oder seiner Initiative. Genaugenommen kann er seinen Hof auch verlassen und in die Stadt ziehen, ohne dass er danach Hunger leiden muss oder irgend jemanden dafür Rechenschaft schuldig wäre. Wichtig ist das „kann“.

Verschiedene Länder

Gegeben sind ein Bauer mit zwei Kühen.

Deutschland: Mittels modernster Gentechnik werden die Tiere redesigned, so dass sie alle blond sind, eine Menge Bier saufen, Milch von höchster Qualität geben und 160 km/h laufen können. Leider fordern die Kühe 13 Wochen Urlaub im Jahr.

Japan: Mittels modernster Gentechnik erreicht der Bauer, dass die Tiere auf ein Zehntel ihrer ursprünglichen Größe reduziert werden und das Zwanzigfache an Milch geben. Jetzt kreiert er einen cleveren Kuh-Cartoon, nennt ihn Kuhkimon und vermarktet ihn weltweit.

Großbritanien: Beide Kühe werden wahnsinnig.

Italien: Der Bauer besitzt zwar zwei Kühe, aber er weiß nicht, wo sie sind. Während er sie sucht, sieht er eine schöne Frau. Er macht Mittagspause. Das Leben ist schön.

Frankreich: Der Bauer streikt, weil er drei Kühe haben will. Er geht Mittagessen. Das Leben ist schön.

USA: Der Bauer verkauft eine und least sie zurück. Er gründet eine Aktiengesellschaft. Er zwingt die beiden Kühe, das Vierfache an Milch zu geben.
Er wundert sich, als eine tot umfällt.
Es folgt eine Presseerklärung, in der der Bauer erklärt, er hätte die Kosten um 50% gesenkt. Die Aktien steigen.

EU: Die EU nimmt dem Bauern beide Kühe ab, tötet eine, melkt die andere, bezahlt eine Entschädigung aus dem Verkaufserlös der Milch und schüttet diese dann in die Nordsee.

Zeit-Wert

Um den Wert eines Jahres zu verstehen, frage einen Schüler, der gerade das Schuljahr nicht bestanden hat.
Um den Wert eines Monats zu verstehen, frage eine Mutter, deren Kind zu früh zur Welt kam.
Um den Wert einer Stunde zu verstehen, frage Liebende, die auf einander warten.
Um den Wert einer Minute zu verstehen, frage jemanden, der gerade seinen Zug versäumt hat.
Um den Wert einer Sekunde zu verstehen, frage jemanden, der gerade einem Unfall entgangen ist.
Um den Wert einer Hundertstelsekunde zu verstehen, frage denjenigen, der die Silbermedaille bei der Olympiade gewonnen hat.

Schätze jeden Augenblick, den du hast!
Und vergiss nicht, dass die Zeit auf niemanden wartet.

GESTERN ist Geschichte, MORGEN ein Geheimnis.
Das HEUTE ist ein Geschenk.
(A. Köck)

Wiener Punschgedicht

Im Winter find ich keine Ruh,
bevor ich nicht was Gutes tu.
Es gibt viel Not auf dieser Welt,
am besten hilft man da mit Geld.

Nicht mit dem Zahlschein auf der Bank,
es gibt was Bess´res, Gott sei Dank.
Damit das Helfen mich auch freut,
hab ich für einen Rundgang Zeit.

Jetzt, im Advent, an allen Ecken,
kann man den Punsch schon förmlich schmecken,
der heiß und süß und parfümiert
zum Wohl der Andren `trunken wird.

Im Namen Allahs geh ich´s an…
Ich spende für Afghanistan,
dann einen für die armen Kinder
und für die ganz, ganz armen Inder.

Ich denk an die Malteser Ritter,
denn deren Leiden ist recht bitter.
Beim Stand vom „Lion´s Club“ am Graben
kann ich mich für Rumänien laben,
und bitte nicht zu vergessen,
die haben beinah nichts zu essen.

Als Nächstes hebe ich mein Glas
rasch für die liebe Caritas.
Fürs Rotes Kreuz und für die Gruft
mit Zimt und mit Holunder-Duft.

Ich merke deutlich: „Gute Werke“
erfordern sehr viel Kraft und Stärke.

Ein Punsch noch rasch für die Partei,
als Wechselwähler trink ich zwei.
Dort steht der Herr Bezirksvorsteher,
bei einem Punsch kommt man sich näher.

Für´s Kinderdorf, für Kommunisten,
für Asylanten, Terroristen,
für Hungernde im fernen China
und für die Araber in Palästina.

Wer Gutes tut, hat immer Recht.
Ein Punsch noch – und dann wird mir schlecht.

Doch ehe ich nach Hause schunkel
trink ich noch rasch für „Licht ins Dunkel“.
Ich kann die Häferln nicht mehr zählen,
jedoch, ich muss mich weiter quälen.

Am Stephansplatz werd ich ganz fromm
und trink noch für den Stephansdom.
Spätabends ladet mich wer ein
„zu Punsch und Keks bei Kerzenschein“.

„Doch bitte, nicht mit leeren Händen!
Du kannst ja für die Armen spenden.“
Am Sonntag dann, in meiner Pfarr,
wird sicher auch der Punsch nicht gar.

Das Geld für das, was uns so schmeckt
wird noch in die Renovierung g´steckt.

So trink ich mich durch den Advent,
ein Wahnsinn, was man dafür brennt!
Doch ist das letzte Geld auch weg:
„Ich tu´s für einen guten Zweck.

„Ich bin ein hoffnungsloser Säufer,
und schuld sind nur die Punsch-Verkäufer.

Den Punsch kann ich schon nicht mehr sehen
und lass ihn zu Silvester stehen.
Ich habe nur noch einen Wunsch:
Ich trinke alles, nur kan Punsch.

Den Nächsten gibt es, das ist klar,
erst im Advent im nächsten Jahr!

Wie heiß ist die Hölle?

Dunkel kann ich mich daran erinnern, dass es das Boyle-Marriotte’sche und Gay-Lysac’sche Gesetz gibt, aber im Großen und Ganzen kommt man im Leben auch ohne die beiden ganz gut durch, außer, wenn man etwa Meteorologe ist – oder bei eine Prüfung danach gefragt wird:

Ein etwas ungewöhnlicher Professor gab seinen Studenten folgende Aufgabe zur schriftlichen Beantwortung in einer Prüfung:

Ist die Hölle exotherm (Wärme abgebend) oder endotherm (Wärme annehmend)?

Die meisten Studenten untermauerten ihre Antwort, indem sie das Boyle-Mariotte-Gesetz heranzogen: „Das Volumen und der Druck eines geschlossenen Systems sind voneinander abhängig“, d.h. Gas kühlt sich ab, wenn es sich ausdehnt und erwärmt sich bei Kompression).

Einer aber schrieb folgendes:

Zuerst müssen wir feststellen, wie sich die Masse der Hölle über die Zeit ändert. Dazu benötigen wir die Rate der Seelen, die „zur Hölle fahren“ und die Rate derjenigen, die sie verlassen.

Ich denke, wir sind darüber einig, dass eine Seele, einmal in der Hölle, diese nicht wieder verlässt. Wir stellen also fest: Es gibt keine Seelen, die die Hölle verlassen.

Um festzustellen, wie viele Seelen hinzu kommen, sehen wir uns doch mal die verschiedenen Religionen auf der Welt heute an. Einige dieser Religionen sagen, dass, wenn man nicht dieser Religion angehört, man in die Hölle kommt. Da es auf der Welt mehr als eine Religionen mit dieser Überzeugung gibt, und da niemand mehr als einer Religion angehört, kommen wir zu dem Schluss, dass alle Seelen in der Hölle enden.

Auf der Basis der weltweiten Geburten- und Sterberaten können wir davon ausgehen, dass die Anzahl der Seelen in der Hölle exponentiell ansteigt.

Betrachten wir nun die Veränderung des Volumens der Hölle, da nach dem Boyle-Mariotte-Gesetz bei gleichbleibender Temperatur und Druck das Volumen proportional zur Anzahl der hinzukommenden Seele ansteigen muss.

Daraus ergeben sich zwei Möglichkeiten:

  1. Expandiert die Hölle langsamer als die Anzahl der hinzukommenden Seelen, dann steigen Temperatur und Druck in der Hölle an, bis sie explodiert.
  2. Expandiert die Hölle schneller als die Anzahl der hinzukommenden Seelen, dann sinken die Temperatur und Druck in der Hölle, bis sie zufriert.

Welche der Möglichkeiten ist nun die Lösung?

Wenn wir die Prophezeiung meiner Kommilitonin Sandra aus dem ersten Studienjahr mit einbeziehen, nämlich, dass eher die Hölle zufriere, bevor sie mit mir schlafe, sowie die Tatsache, dass ich gestern mit ihr geschlafen habe, kommt nur Möglichkeit zwei in Frage.

Deshalb bin ich überzeugt, dass die Hölle endotherm ist und bereits zugefroren sein muss.

Aus der These, wonach die Hölle zugefroren ist, folgt, dass keine weiteren Seelen dort aufgenommen werden können, weil sie erloschen ist. Womit nur noch der Himmel übrig bleibt, was die Existenz eines göttlichen Wesens beweist und was wiederum erklärt, warum Sandra gestern Abend die ganze Zeit “Oh mein Gott!” geschrien hat.

Der Student bekam als einziger Prüfungsteilnehmer die volle Punktzahl.

Why God never received a PhD

,

1. He had only one major publication.
2. It was in Hebrew.
3. It had no references.
4. It wasn`t published in a refereed journal.
5. Some even doubt he wrote it by himself.
6. lt may be true that he created the world, but what has he done since then?
7. His cooperative efforts have been quite limited.
8. The scientific community has had a hard time replicating his results.
9. He never appIied to the ethics board for permission to use human subjects.
10. When one experiment went awry he tried to cover it by drowning his subjects.
11. When subjects didn’t behave as predicted, he deleted them from the sampie.
12. He rarely came to class, just told students to read the book.
13. Some say he had his son teach the dass.
14. He expelled his first two students for learning.
15. Although there were only 10 requirements, most of his students failed his tests.
16. His office hours were infrequent and usually held on a mountain top.
17. No record of working well with colleagues.

Weihnachten business speech

Message from the CEO (Christmas Event Organizer) Dr. J. Christus v. Bethlehem.

Liebe Leute, ich bin jetzt im Urlaub.

Aller Voraussicht nach bin ich bis Weihnachten wieder da, aber die Vorbereitungen darauf sollten natürlich jetzt schon loslaufen.

Status

Wie Weihnachten letztes Jahr im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann entsprechend auch ab jetzt X-man heißen!

Da X-mas quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens seit Oktober höchste Zeit, mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen.

Verzeihung, seit Oktober ist es höchste Zeit, mit dem Weihnachts-roll-out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in time vorzubereiten.

Hinweis

Die Kick-Off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS (Santa Claus Road Show) findet bereits am 27. November statt.Daher wurde das offizielle come-together des Organizing Commitees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten. Erstmals haben wir ein Projekt-Status-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte To-do-Liste und einheitliche Job Descriptions erstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-Allocations geschaffen werden, was wiederum den Service-Level erhöht und außerdem hilft, X-mas als Brandname global zu implementieren. Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head des Global Christmas Markets (früher Knecht Ruprecht) die Ablauforganisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen private-Schenking-Center sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren. Erstmals sollen auch sog. Geschenk-Units über das Internet angeboten werden.Die Service Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via conference call virtuell informiert und die core-competence vergeben.

Ein Bündel von Incentives und ein separates Team-Building-Event an geeigneter location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche corporate culture samt identity zu entwickeln.

Der Vorschlag, jedem Engel einen coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelled. Stattdessen wurde auf einer zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem testmarket als Pilotprojekt eine Hotline für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den added value für die Beschenkten zu erhöhen.

Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MIST) ist auch benchmark-orientiertes Controlling für jedes private-Schenking-Center möglich.

Nachdem ein neues Literaturkonzept und das layout-Format von externen Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release V2.22.113.1) erstellt werden.

Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende updating. Hochauflagige lowcost-giveaways dienen zudem als teaser und flankierende Marketingmaßnahmen.

Ferner wurde durch intensives brainstorming ein Konsens über das Mission Statement gefunden.

Es lautet: „Let’s keep the candles burning“
und ersetzt das bisherige „Frohe Weihnachten“.

X-man hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des corporate redesigns. Er akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting-Ansatz, auch im Hinblick auf das Sharholder-value, und würdigte das Know-how seiner Investor-Relation-Manager.

In diesem Sinne: Schönen Advent!